10.05.2010

MACH 3 als zentrales Medienforschungssystem der Zukunft

Gesellschaftliche Veränderungen, Umwälzungen in der Medienlandschaft und die Qualitätssicherung der Presse-Währungsstudie machen einen Generationenwechsel in der Medienforschung mit einem grundlegend neuen Forschungsansatz notwendig.

Die Pressemedienforschung der Schweiz befindet sich heute in der zweiten Generation: Seit 2000 liefert die MACH 2 Basic für rund 400 Pressetitel und -kombinationen die offizielle Reichweitenwährung mit dem LpA-Wert (Leser pro Ausgabe); die Vorgängerstudie MACH 1 mit dem unschärferen K1-Wert war von 1991 bis 1999 währungssetzend.

Nach wie vor ist die MACH Basic die anerkannte Währungsstudie für die Schweizer Pressemedien. Heute sind jedoch neue Forschungsansätze notwendig, um den Veränderungen in der Medienlandschaft und in der Gesellschaft sowie den gesteigerten Ansprüche an die Qualität einer Währungsstudie Rechnung zu tragen. Ein Generationswechsel steht bevor: von der MACH 2 zur MACH 3. Denn nur mit einem grundlegend neuen Forschungsansatz kann die Zukunft der Schweizer Pressemedienforschung und deren Anschlussfähigkeit an ein zukünftiges übergeordnetes Intermedia-Forschungssystem gesichert werden.


Das Grundmodul MACH 3 Basic ist bereits entwickelt

Mit dem zukünftigen Forschungssystem MACH 3 wird die heutige Generation der MACH grundsätzlich überarbeitet und an die neuen Bedürfnisse der verschiedenen Pressekategorien angepasst. Grundmodul bleibt die MACH 3 Basic, deren Studienanlage bereits entwickelt ist. Dieses Modul wird derzeit qualitativ und quantitativ getestet.

Hauptzweck der von der WEMF AG für Werbemedienforschung in Zusammenarbeit mit zahlreichen Spezialisten entwickelten MACH 3 Basic besteht nach wie vor darin, die Leserschaft der Schweizer Pressemedien verlässlich zu quantifizieren und strukturell zu beschreiben. Dies geschieht weiterhin mit dem bewährten LpA-Ansatz (Leser pro Ausgabe), der auch weltweit Standard ist. Forschungskern ist und bleibt die MACH Basic als Währungsstudie mit einer breiten Ad-hoc-Befragung und einem strukturierten Fragebogen als Basis. Neu wird dieser Fragebogen mit Titellogos und weiterem Zeigematerial ergänzt. Auch wird die Stichprobe mit einem neuen System Random Digit Dialing (RDD) direkt aus den möglichen Telefonnummern gezogen. Mit der MACH 3 wird der Kontaktaufbau und die titelspezifische Kontaktleistung präziser und umfassender als bisher abgebildet. Gemäss Vorschlag der WEMF besteht das neue Forschungssystem MACH 3 aus verschiedenen Studienmodulen. Mit spezifischen Scharniervariablen kann das Forschungssystem als Hub für eine zukünftige gemeinsame Intermedienforschung in der Schweiz genutzt werden. Die mit rund 20'000 äusserst mächtige, bevölkerungsrepräsentative MACH Basic würde so zum verbindenden Element zwischen den verschiedenen intramedialen Branchenstudien der verschiedenen Mediengattungen.

Die neue Studiengeneration MACH 3 wird nicht nur die Nutzung von Pressetiteln erheben, sondern auch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass in Zusammenarbeit mit NET-Metrix kombinierte Print-Online-Reichweiten von Medienmarken berechnet werden können. Damit geht die WEMF einen weiteren Schritt in Richtung Total Audience. Die MACH 3 mit ihren Zusatzmodulen sichert der Schweizer Medienbranche auch in Zukunft verlässliche Daten für die Planung und das Benchmarking.

Die Vorteile der MACH 3 auf einen Blick: Härtung der Währung, Erhebung der Total Audience und Anschlussfähigkeit für Intermedia

  • Die MACH 3 ist modular und ist flexibel in der Ausgestaltung.
  • Die MACH 3 kann als Kern („Hub Survey“) einer zukünftigen Intermediaforschung Schweiz verwendet werden.
  • Die MACH 3 kann die tatsächlich realisierte Kontaktleistung eines Titels umfassender darstellen.
  • Die MACH 3 entspricht internationalem State-of-the-Art für die Pressemedienforschung.
  • Die MACH 3 führt den bewährten Single-Source-Ansatz weiter.
  • Die MACH 3 ermöglicht es, Medien- und Konsumzielgruppen noch konkreter abzubilden.
  • Die MACH 3 generiert mit valideren Ergebnissen der Pressemedienforschung auch starke Argumente im Intermedia-Wettbewerb.
  • Die MACH 3 ermöglicht neu auch verlässliche Aussagen zur Total Audience und der kombinierten Reichweite von Medienmarken.
  • Die MACH 3 sichert mit dem Generationenwechsel die Zukunft der Pressemedienforschung.

Der Mehrwert der MACH 3 ist nicht ohne höhere Kosten zu erreichen. Trotzdem bleibt die Pressemedienforschung die kostengünstigste Kollektivmedienforschung in der Schweiz. Vergleichsweise kosteneffizient ist die Studie zudem gegenüber Beispielen aus dem Ausland oder der TV-/Radioforschung in der Schweiz.